Juso-Bildungskongress: NRWSPD will Ungerechtigkeiten im bestehenden Bildungssystem beenden!

Juso-Bildungskongress, v.l.n.r.: Robin Hamann (AG Eilpe/Dahl), Kevin Niedergriese (AG Haspe), Nils Roschin (Juso-UB-Vorsitzender EN), Johannes Knipps (Schülersprecher), Timo Schisanowski (Juso-UB-Vorsitzender Hagen), Sören Link u. Hubertus Kramer, MdLs

Unter dem Motto „Die beste Bildung für alle“ – vor allem auch, um Ungerechtigkeiten im bestehenden Bildungssystem zu beenden – wirbt die SPD um Vertrauen bei der Landtagswahl am 9. Mai. Sören Link, jüngster SPD-Abgeordneter im NRW-Landtag und dort Mitglied im Ausschusses für Schule und Weiterbildung, diskutierte das Konzept der nordrhein-westfälischen SPD am gestrigen Montag beim Juso-Bildungskongress in der Villa Post gemeinsam mit dem heimischen Landtagsabgeordneten Hubertus Kramer.

Dass die SPD nach der Landtagswahl baldmöglichst die sozial ungerechten Studiengebühren abschaffen will, ist bekannt – aber die Probleme liegen tiefer. Das bestehende Schulsystem aus vier Jahren Grundschule und nachfolgender Selektion in Haupt-, Realschule und Gymnasium ist nicht mehr zeitgemäß, das wurde im Eingangsstatement von Sören Link schnell deutlich. „Wir können es uns nicht länger leisten, Talente nicht zu fördern – die Schulempfehlungen der Grundschule führen zu einer viel zu frühen ´Aussortierung´“, sprach sich Link klar gegen eine Beibehaltung des bisherigen dreigliedrigen Schulsystems aus.

In der anschließenden Diskussionsrunde, die von den Jungsozialisten Johannes Knipps (Schülersprecher) sowie Robin Hamann (AG Eilpe/Dahl) und Kevin Niedergriese (AG Haspe) sachkundig und souverän moderiert wurde, stellten sich die Landtagsabgeordneten und -kandidaten Sören Link und Hubertus Kramer den Anregungen und Nachfragen der jungen Genossen. Eine Gemeinschaftsschule, in der länger gemeinsamer Unterreicht für alle Kinder stattfindet, als die Zukunftsvision der NRWSPD war dabei das zentrale Thema. Kurzfristig soll die Entscheidung, welche Schule nach der Grundschule besucht wird, wieder vom Elternwillen abhängen. Und auch die Abschaffung der Grundschulbezirke, und das damit einhergehende Entstehen „elitärer“ Grundschulen, soll schon bald der Vergangenheit angehören.

Ebenfalls eines der Ziele sozialdemokratischer Bildungspolitik: Gebührenfreie Kindertagesstätten, in denen alle Kinder in den ersten Lebensjahren frühkindliche Bildung erfahren. Das sogenannte „Kinderbildungsgesetz“, von der CDU/FDP- Landesregierung eingeführt, muss nach Willen der NRWSPD mit Hilfe eines Sofortmaßnahmenprogramms korrigiert werden. Dazu zählen eine deutlich verbesserte Finanzausstattung sowie die Bildung kleinerer Gruppen in den Einrichtungen.